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Irgendwie... scheisse?

 

WIZO - Irgendwo-Nirgendwo

Du bist hier und doch nicht da.
Schaust mich an und siehst mich nicht
In deinen Augen, in deinem Gesicht
ist dieser Ausdruck und ich mag ihn nicht

Irgendwo - ist etwas passiert
irgendwas - ich kann es spür'n
Zerbrochenes Glas - in deinem Blick
Eiskalter Haß - ganz ohne zurück

Ah - du hast mir nichts gesagt
du hast mich weggeworfen
und meine Seele zermalmt

Keine Chance und keine Wahl
irgendwann war es vorbei
Du weißt genau, wo du mich triffst
hast meine Seele ganz fest im Griff
Du allein und niemand sonst
deine Kraft kann mich zerstör'n

Fang endlich an, dann ist es vorbei
ich hab verlor'n und du bist frei

Ah - du hast mir nichts gesagt...

Irgendwo, Irgendwo - Nirgendwo

 

WIZO - Quadrat im Kreis

Hin und wieder stell' ich fest, daß ich nicht mehr lachen kann
Über Sachen, die ich früher lustig fand
Hin und wieder merk' ich auch, daß ich keine Menschen brauch'
Und lieber ganz alleine bin

Doch der Schmerz ist zuckersüß
Und irgendwie auch so vertraut
Ich hab' mich dran gewöhnt
So fehlt zur letzten Konsequenz
Einmal mehr das bißchen Mut
Und die paradoxe Wut darüber wird im Traum ertränkt
Von der beschissenen Leichtigkeit des Scheins

Hin und wieder wird mir klar, daß alles anders geworden ist
Als es scheint, daß es früher einmal war
Hin und wieder spüre ich, daß ich die Sonne nicht mehr mag
Weil ich das helle Licht nicht mehr ertrag'

Doch der Schmerz ist zuckersüß
Und irgendwie auch so vertraut
Ich hab' mich dran gewöhnt
So fehlt zur letzten Konsequenz
Einmal mehr das bißchen Mut
Und die paradoxe Wut darüber wird im Traum ertränkt
Von der beschissenen Leichtigkeit des Scheins

Wie ein Quadrat in einem Kreis
Eck' ich immer wieder an
Obwohl ich doch schon lange weiß,
Daß ich niemals ändern kann,
Was sich niemals ändern wird
Weil das Schlechte immer bleibt
Und doch die Sonne wieder scheint
Scheißegal, was auch passiert
Wie ein Quadrat in einem Kreis
Eck' ich immer wieder an

Obwohl ich doch schon lange weiß,
Daß ich niemals ändern kann,
Was sich niemals ändern wird
Weil das Schlechte immer bleibt
Und doch die Sonne wieder scheint

Immer wieder stell' ich fest
Daß das Hin und wieder immer öfter
Ständig - ist

20.2.07 18:33, kommentieren

UUAARRGH!

Und dass des nem Titel von WIZO gleicht, is eigentlich nur Zufall.

Jedenfalls zerreißts mich bald, wenn ich nich weiter komm mit der ganzen Scheiße, die sich frecherweise auch noch "Leben" nennt. Was ist schon schön dran, nachts erst um drei Uhr einschlafen zu können und morgens um fünf Uhr aufgeweckt zu werden? Ich häng den ganzen Tag nur rum und könnte schlafen. Aber im entscheidenden Moment, wenn die Augen schon zu sin und die Atmung schon gleichmäßig geht, fällt mir doch noch irgendwas ein, oder irgendjemand oder -etwas macht ein Geräusch, des mich wieder in die Realität holt.

Und selbst wenn ich dann doch mal vor drei Uhr einschlaf wach ich bald wieder auf. Meine Träume sin in letzter Zeit nämlich auch nich schöner als der Scheiß im Wachzustand. Preisfrage: Was soll ich dagegen tun?

Außerdem hab ich keine Schokolade und auch keine Vollmilchkuvertüre mehr. Also is nix mit leckeren Glückshormonen.

Verdammte Scheiße, ich langweil mich zu Tode wenn nich bald was passiert. Des heißt - Langeweile is ja nich mal des Problem, viel schlimmer is ja die Tatsache, dass ich denke wenn ich nix zu tun hab. An sich ne gute Sache, vielleicht könnt ich da mal die Dinge erledigen, für die ich normalerweise keine Zeit hab. Aber es muss ja auch da noch einen Haken geben, und der hängt an den Gedanken die ich denk, wenn ich nix zu tun hab. hätte ich keine Wirbelsäule, hätte mir dieser unbekannte Jemand schon längst den Hals verdreht. Ein Glück, dass mich da so harte Tatsachen wie zum Beispiel die, dass ja die Nadja und der Erik und die Evi und der Franz genau des haben, was ich will: ne Beziehung zu einem Menschen, den sie lieben.

Warum funktioniert sowas eigentlich immer nur in Geschichten und bei andren? Ich hab echt keine Lust mehr, langsam. Wo soll ich mir denn den notwendigen (Körper)Kontakt zu Menschen holen, wenn meine Freunde keine Zeit für mich und meine Familie keine Lust auf mich haben? Na klar, von einem festen Freund, wäre logisch. Bloß, wie man sicher schon feststellen konnte, glänzt meiner durch Nichtexistenz.

Bleibt noch die Frage, warum ich sowas eigentlich meinem kleinen, gefühlslosen Computer (oder genauergesagt Blog) erzähle. Ich vermute mal, die Antwort da drauf liegt ganz einfach auf der Hand: Ich hab ja sonst keinen, dem ichs erzählen könnte. Jedenfalls keinen, ders nich sowieso schon weiß. Und ich komm einfach nich drum rum, so lang dürber zu reden, bis es endlich vorbei is.

Belastend is übrigens auch die Tatsache, dass ich in letzter Zeit fast nur Kontakt mit Menschen hab, die sich blendend mit ihren Geschwistern verstehen. Wie gut, dass ich eine Schwester hab, die mich schon zwei Mal fast umgebracht hat! Von den ganzen andren Versuchen will ich jetz hier mal gar nich erst anfangen.

Nun ja, da bleibt mir nur die eine Frage, die Eingeweihte zweideuten können:

großer Bruder, wo bist du?

24.2.07 01:07, kommentieren

Ich hab jetz keine Lust mehr.
Die Ferien warn so fürn Arsch! Franca weg, Nadja weg, Dora weg. zwei Tage sin wegen meiner Cousine draufgegangen. Einmal war ich mit der Miriam weg und hab die Co und die Marina getroffen.
Bleiben ja noch ganz zwei Ferientage, an denen ich nix gemacht hab außer Gitarre spieln, Musik hörn und die Zeit totschlagen.
Und jeden Abend die gleiche scheiss Frage: War das alles?

Manchmal wünsch ich mir, ich wäre ferngesteuert und müsste keine Entscheidungen treffen, würde das tun, was die anderen von mir verlangen. Das tun, was andere in meinem Alter machen und Spaß daran haben. Anders sein kann verdammt hart sein.

Ich habs mir ja nicht mal ausgesucht. Ich versuch nicht krampfhaft etwas zu sein, was ich nicht sein will. Aber ich bins trotzdem. Jeden morgen wach ich auf und schlüpfe wieder in meine Rolle, wie ein Schauspieler für einen schlechten Film.
Aber bis jetzt hat noch keiner gemerkt, dass ich mich hinter dieser Maske versteck, vielleicht is es mir sogar lieber so. Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass mich dieses Routineleben langweilt. Und dass ich platze, wenn ich nicht bald was auf die Reihe krieg. Es ist, als würde ich in einem Raum stehen, der immer kleiner wird.

Vielleicht find ich ja irgendwann die Tür.

25.2.07 15:58, kommentieren